Patienteninformation Mai 2020

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

 

Zwischenzeitlich haben wir bereits die zweite Phase der Aufhebung des Lockdowns hinter uns. Mir waren der Coiffeurbesuch wichtig und zudem konnte ich es nicht lassen, das Gartencenter zu besuchen und hier Blumen und neue Zimmerpflanzen einzukaufen. Eine Errungenschaft aus diesem Einkauf begegnet Ihnen in der Orchidee bei uns an der Theke. Unser Empfang ist immer noch mit Plexiglas abgeschirmt. In Kürze wir mein ehemaliger Schulkamerad und Hausschreiner Ueli Wirz den grossen Kasten entfernen und etwas Leichteres aus Plexiglas aufstellen, damit wir diese Ecke wieder nutzen können.

 

Am 4.5.20 hat Frau Lisa Hartmeier, med, pract. ihre Arbeit als Praxisassistenzärztin bei mir aufgenommen. Sie musste noch einen Monat länger an der Stelle im Spital bleiben, weil sich ja alle vor einem Patientenansturm gefürchtet haben. Statt der ursprünglich vorgesehenen 3 Monaten, wird Sie bis anfangs Juli bei mir bleiben. Wie es dann weitergeht, werden Sie zur gegebenen Zeit erfahren. Ich bin immer auf der Suche nach Assistenzärzten, die in der Hausarztpraxis arbeiten wollen, um einen Einblick in diese vielfältige Tätigkeit zu erhalten. Immer spielt dabei der Hintergedanke mit, dass jemand sich für Othmarsingen interessiert und ggf. hier einsteigen möchte.

 

Nach diesen zwei für die Bevölkerung sehr anstrengenden Monaten bin ich wirklich erleichtert, dass es wieder offener wird. Ich kann doch auch Senioren empfehlen, ihre Enkel wieder zu sehen und kurz zu herzen, sowie mal einen kleinen Einkauf selber zu machen. Man muss sich ja nicht stundenlang in einem Supermarkt aufhalten. Mittlerweile ist es auch für jeden möglich eine Hygienemaske zu besorgen. Vom Einsatz dieser Maske bin ich wirklich überzeugt. Sie hält die Tröpfchen zumindest teilweise fern. Der Wunsch wieder unbeschwert zu spazieren ist aufgetaucht, es zieht die Leute geradezu nach draussen. Dem ist auch nichts entgegen zu halten.

 

Zwischenzeitlich sind auch immer mehr Informationen bezüglich der Covid 19 Erkrankung zu erhalten. Man muss sicher weiterhin auf der Hut sein. Distanzhalten, Händehygiene, Maskentragen dürfen wir alle nicht unterlassen. Für mich ist die Tatsache, dass die Ansteckungsmöglichkeit schon gegeben ist, bevor eine Person erkrankt, nämlich zwei Tage vorher, ein wichtiger Hinweis, dass wir uns eben an diese Regeln halten sollten. So schützen wir uns am besten. Offenbar bedeutet sprechen, da kommen wir ja nicht darum herum, auch Tröpfchenausstoss, diese fallen aber sicher nach einem Meter zu Boden oder landen in der Maske. So erklärt es sich, dass die 2 m Distanz sinnvoll sind. Nach Vorgabe des BAG haben wir für unsere Praxis ein Schutzkonzept erarbeitet. Einerseits betrifft es Sie, liebe Patientinnen und Patienten, so wie sonstige Besucher. Telefonische Anmeldung ist unerlässlich. Patienten mit Infektzeichen werden an Randzeiten einbestellt. Sie desinfizieren die Hände beim Eingang und falls Husten vorhanden, bekommen Sie von uns eine Hygienemaske. Unsere MPA`s weisen Sie an, entweder im Wartezimmer Platz zu nehmen, direkt ins Zimmer zu kommen, ggf. im Gang oder sogar draussen zu warten, damit es möglichst wenig enge Kontakte gibt. Diese sind ja nicht zu vermeiden, sollten aber möglichst kurz ausfallen. Bei uns tragen wir bei Patientenkontakten immer Masken, desinfizieren und waschen unsere Hände gründlich. Ebenso werden Flächen und Türklinken regelmässig desinfizert. Herzlichen Dank an mein Team!

 

Falls wieder eine Person erkranken würde, dann kommt jetzt das Contact Tracing zur Anwendung. Der Kanton versucht die Kontaktpersonen, man rechnet pro Erkrankten mit 20 Leuten, zu eruieren und entsprechend in Quarantäne zu schicken. Falls 10 Tage keine Symptome auftreten, dann ist man nicht infiziert worden. Auch hier gilt die Regel, Personen mit Abstand von weniger als 2 m, ohne Maske und mehr als 15 Min. am Stück, sind die Gefährdeten. Im Kanton Aargau wurde ein Zentrum geschaffen, dass diese Menschen ausfindig macht und entsprechend informiert. Neu ist auch ein Antikörpertest durchführbar. Unser Labor Viollier ist jetzt bereit für diese Untersuchungen. Es bedeutet eine venöse Blutentnahme. Das Resultat dürfe auch nach einem Tag erhältlich sein.

 

So und nun freue ich mich an all den toll frisierten Damen, der wieder aufkeimenden Lebenslust und habe auch gar nichts dagegen Ihnen auf einem meiner seltenen eigenen Einkaufstouren zu begegnen, falls wir uns unter vorgehaltener Maske überhaupt erkennen.

 

 

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser