Patienteninformation Mai 2020

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

 

Zwischenzeitlich haben wir bereits die zweite Phase der Aufhebung des Lockdowns hinter uns. Mir waren der Coiffeurbesuch wichtig und zudem konnte ich es nicht lassen, das Gartencenter zu besuchen und hier Blumen und neue Zimmerpflanzen einzukaufen. Eine Errungenschaft aus diesem Einkauf begegnet Ihnen in der Orchidee bei uns an der Theke. Unser Empfang ist immer noch mit Plexiglas abgeschirmt. In Kürze wir mein ehemaliger Schulkamerad und Hausschreiner Ueli Wirz den grossen Kasten entfernen und etwas Leichteres aus Plexiglas aufstellen, damit wir diese Ecke wieder nutzen können.

 

Am 4.5.20 hat Frau Lisa Hartmeier, med, pract. ihre Arbeit als Praxisassistenzärztin bei mir aufgenommen. Sie musste noch einen Monat länger an der Stelle im Spital bleiben, weil sich ja alle vor einem Patientenansturm gefürchtet haben. Statt der ursprünglich vorgesehenen 3 Monaten, wird Sie bis anfangs Juli bei mir bleiben. Wie es dann weitergeht, werden Sie zur gegebenen Zeit erfahren. Ich bin immer auf der Suche nach Assistenzärzten, die in der Hausarztpraxis arbeiten wollen, um einen Einblick in diese vielfältige Tätigkeit zu erhalten. Immer spielt dabei der Hintergedanke mit, dass jemand sich für Othmarsingen interessiert und ggf. hier einsteigen möchte.

 

Nach diesen zwei für die Bevölkerung sehr anstrengenden Monaten bin ich wirklich erleichtert, dass es wieder offener wird. Ich kann doch auch Senioren empfehlen, ihre Enkel wieder zu sehen und kurz zu herzen, sowie mal einen kleinen Einkauf selber zu machen. Man muss sich ja nicht stundenlang in einem Supermarkt aufhalten. Mittlerweile ist es auch für jeden möglich eine Hygienemaske zu besorgen. Vom Einsatz dieser Maske bin ich wirklich überzeugt. Sie hält die Tröpfchen zumindest teilweise fern. Der Wunsch wieder unbeschwert zu spazieren ist aufgetaucht, es zieht die Leute geradezu nach draussen. Dem ist auch nichts entgegen zu halten.

 

Zwischenzeitlich sind auch immer mehr Informationen bezüglich der Covid 19 Erkrankung zu erhalten. Man muss sicher weiterhin auf der Hut sein. Distanzhalten, Händehygiene, Maskentragen dürfen wir alle nicht unterlassen. Für mich ist die Tatsache, dass die Ansteckungsmöglichkeit schon gegeben ist, bevor eine Person erkrankt, nämlich zwei Tage vorher, ein wichtiger Hinweis, dass wir uns eben an diese Regeln halten sollten. So schützen wir uns am besten. Offenbar bedeutet sprechen, da kommen wir ja nicht darum herum, auch Tröpfchenausstoss, diese fallen aber sicher nach einem Meter zu Boden oder landen in der Maske. So erklärt es sich, dass die 2 m Distanz sinnvoll sind. Nach Vorgabe des BAG haben wir für unsere Praxis ein Schutzkonzept erarbeitet. Einerseits betrifft es Sie, liebe Patientinnen und Patienten, so wie sonstige Besucher. Telefonische Anmeldung ist unerlässlich. Patienten mit Infektzeichen werden an Randzeiten einbestellt. Sie desinfizieren die Hände beim Eingang und falls Husten vorhanden, bekommen Sie von uns eine Hygienemaske. Unsere MPA`s weisen Sie an, entweder im Wartezimmer Platz zu nehmen, direkt ins Zimmer zu kommen, ggf. im Gang oder sogar draussen zu warten, damit es möglichst wenig enge Kontakte gibt. Diese sind ja nicht zu vermeiden, sollten aber möglichst kurz ausfallen. Bei uns tragen wir bei Patientenkontakten immer Masken, desinfizieren und waschen unsere Hände gründlich. Ebenso werden Flächen und Türklinken regelmässig desinfizert. Herzlichen Dank an mein Team!

 

Falls wieder eine Person erkranken würde, dann kommt jetzt das Contact Tracing zur Anwendung. Der Kanton versucht die Kontaktpersonen, man rechnet pro Erkrankten mit 20 Leuten, zu eruieren und entsprechend in Quarantäne zu schicken. Falls 10 Tage keine Symptome auftreten, dann ist man nicht infiziert worden. Auch hier gilt die Regel, Personen mit Abstand von weniger als 2 m, ohne Maske und mehr als 15 Min. am Stück, sind die Gefährdeten. Im Kanton Aargau wurde ein Zentrum geschaffen, dass diese Menschen ausfindig macht und entsprechend informiert. Neu ist auch ein Antikörpertest durchführbar. Unser Labor Viollier ist jetzt bereit für diese Untersuchungen. Es bedeutet eine venöse Blutentnahme. Das Resultat dürfe auch nach einem Tag erhältlich sein.

 

So und nun freue ich mich an all den toll frisierten Damen, der wieder aufkeimenden Lebenslust und habe auch gar nichts dagegen Ihnen auf einem meiner seltenen eigenen Einkaufstouren zu begegnen, falls wir uns unter vorgehaltener Maske überhaupt erkennen.

 

 

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Patienteninformation Ende April 2020
Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher
Ich schreibe diese Patienteninformation am letzten Wochenende des schweizerischen Lockdowns während der Corona Pandemie. Erleichtert habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Massnahmen gelockert werden können und unsere Praxis auch wieder zum Normalbetrieb zurückkehren kann, selbstverständlich mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen. Speziell Social Distancing.
In unserer Praxis versuchten wir in dieser Zeit Patienten sofort zu beraten und ins entsprechende Behandlungszimmer zu begleiten, das Wartezimmer wurde selten benutzt und die 2m Distanz so eingehalten. Mit einer Plexiglaskonstruktion hat die Schreinerei Wirz dem Empfang sofort abgeschirmt, so dass auch neben der Distanz ein Virenhindernis im Raum steht.
Unser Team wurde vorübergehend reduziert. Wir arbeiteten in 2 Teams, damit auch die Mitarbeiterinnen nicht auf zu engem Raum zusammensitzen mussten.
Ein Patient mit Infektzeichen, Husten, Halsschmerzen Fieber, wurde als solcher bereits am Telefon beraten. Die MPA fragte nach den Krankheitszeichen und entschied, ob der Patient die Praxis aufsuchen muss, viele konnten zu Hause bleiben und eine Therapie der Grippesymptome in Eigenregie wahrnehmen. Grosszügig stellte ich Arbeitsunfähigkeitszeugnisse aus ohne dass ich den Patienten gesehen hatte.
Falls es doch nötig war, dass jemand die Praxis aufsuchen musste, wurden die Betreffenden mit einem Mundschutz ausgestattet, mussten die Hände desinfizieren und wurden sofort ins Sprechzimmer gesetzt. Auch wir arbeiten alle nun mit Mundschutz. Diese sind ja knapp und im Sinne des Recyclings haben wir begonnen diese nach Gebrauch zu sterilisieren und dann erneut zu verwenden. Es ist für uns immer noch nicht möglich auf dem üblichen Weg Mundschütze zu bestellen.
Abstriche führe ich mit den improvisierten Schutzmassnahmen in unserer Garage durch. Arztkittel, Mundschutz, Handschuhe und Schutzbrille. Händewaschen und Händedesinfektion ist sehr wichtig. Ich erinnere mich auch noch an die Zeit der Schweinegrippe, damals hatten wir bereits grosszügig in allen Zimmern Desinfektionsmittelspender angebracht. Ein solcher wurde im Windfang montiert. Auch hier ist mir mein Klassenkamerad Ueli Wirz sofort zu Hilfe geeilt.
Von Seiten der Kardiologie wurden viele nicht unbedingt sofort durchzuführende Untersuchungen auf die Zeit nach Covid verschoben, so werden diese Sprechstunden erst am 27.4. im normalen Ausmass von Dr.med.M.Studer und Prof. Dr.med.M.Zuber wahrgenommen werden. Ein typisches Beispiel waren die Schrittmacherkontrollen, die allesamt verschoben werden mussten, jetzt dann aber wieder stattfinden können. Es bedeutete für unsere Mitarbeiterinnen viele Telefone. Auch hier nochmals ein herzliches Dankeschön.
Unsere Lernenden haben Fernunterricht, sie besuchen die Schule nicht. Unsere Lehrtochter im 3. Lehrjahr bereitet sich auf die Abschlussprüfung vor, wie diese stattfinden wird, darüber herrscht noch Unklarheit. Es gibt also sehr viele neue Aspekte. Ich selber werde am 6.5. erstmals eine Fortbildung als Videokonferenz erleben. Das ist alles Neuland. Mir fehlen die persönlichen Kontakte sehr.
Und dann freue ich mich, dass ich doch mit unseren Pferden ins Freie darf. Wir machen immer noch gemeinsam Ausritte, das geniesse ich jeweils sehr. Zudem erlaube ich mir, eine Walkingrunde im Bünztal, um einigermassen fit zu bleiben, da ja eben das wöchentliche Turnen im Moment auch ausfällt. Irgendwie hatte ich plötzlich viel mehr Zeit, die Abende waren nicht besetzt. Wir haben zusammen gekocht und gegessen. Die gehamsterte Hefe wurde zu Ostergebäck und Zopf umgewandelt und freute uns sehr. Das Telefon benutzte ich rege, viel mehr als sonst, da wir auf die meisten Besuche einfach verzichteten. Und trotzdem konnte ich es nicht ganz lassen und habe einer Freundin ein Osternestli vorbeigebracht. Der Schwatz am Gartenzaun wurde sehr geschätzt. Und mein Mann hat seine betagte Tante mit frischen Spargeln überrascht, alles mitgebracht. Sie war richtig gerührt. Es sind Kleinigkeiten, die in dieser noch nie dagewesenen Krise Freude bereiteten.
Ich wünsche Ihnen auch Augenblicke zum Freuen und hoffe, dass wir den Ausstieg aus dem Lockdown zusammen gut meistern können. Meiner Meinung nach hat hier der Bundesrat und der ärztliche Berater Daniel Koch sehr entschieden und angemessen gehandelt. Ich wünsche mir, dass bald alle Gewerbe wieder zum Laufen kommen. Ich freue mich schon aufs Gartencenter.
Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Patienteninformation Corona-Pandemie 3/2020

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

 

Nun erobert das Corona Virus unsere Welt und hält uns täglich in Atem. Alle Nachrichten, alle Zeitungen, all unsere Gespräche  sind voll davon. Die medizinischen Einrichtungen, also auch Arztpraxen, sind mit diesem Virus konfrontiert. Ich möchte Ihnen die aktuellen Auswirkungen auf unseren Praxisbetrieb aufzeigen.

 

Unsere MPA`s sind aktuell die wichtigsten Mitarbeiterinnen. Sie besprechen mit den anrufenden Patienten die Situation. Grippale Symptome können natürlich eine Grippe, eine sonstige Erkältung ( andere Viren ) oder eben die Covid 19 Infektion bedeuten. Grippale Symptome sind Fieber, Husten, Halsschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl. Aktuell raten wir hier, nicht mehr an die Arbeit zu gehen und stellen auch grosszügig Arbeitsunfähigkeitsatteste für 5 Tage aus. Allerdings müssten wir das gemäss Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit gar nicht mehr tun. Hier sind wir aber auch im Wissen um die manchmal kritischen Hinterfragung am Arbeitsplatz konsiliant. Die Arbeitgeber sind gebeten, eine Absenz von 5 Tagen in der aktuellen Situation ohne Arztzeugnis zu akzeptieren.

Die üblichen Medikamente bei Grippe sollten die Krankheitssymptome lindern können, ich verweise auf Paracetamol ( Dafalgan, Benuron, Tylenol etc.), ggf. Hustensirup, Lutschtabl.. Alles kann rezeptfrei in der Apotheke bezogen werden. Bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Husten, Fieber, vermehrte Atemnot sollten Sie sich unbedingt in der Praxis oder auf einer Notfallstation melden. Bitte nicht einfach hingehen, zuerst anrufen.

Auch der Aargauische Ärzteverband hat eine Corona Virus Hot Line mit einer Gratistelefon. Nr. eingerichtet  0900 401 501. Daneben gibt es die Notfall Nr. für den ganzen Kanton 0800 401 501 ( kostenpflichtig ) für die anderen medizinischen Probleme.

 

Wie es aussieht, wenn die Schweiz, resp. die Welt stillsteht, das werden wir in den nächsten Wochen erleben. Ich habe die Merkblätter zur Quarantäne und zur Selbstisolation gelesen und hoffe, dass ich eine solche Massnahme nicht anordnen muss. Das wird aber der Fall, sobald ein Corona Test positiv ausfällt, sei es bei einem Patienten, bei Mitarbeitern oder bei einem selber. Man weiss, dass die Krankheit wie eine Grippe verläuft, normalerweise also 4-7 Tage dauert, dann muss man anschliessend 2 Tage ohne Symptome sein, dann dürfte man wieder den normalen Tätigkeiten nachgehen. Leider gibt es die schweren Fälle, die mit einer schweren Lungeninfektion und Organversagen einhergehen, die evtl. eine Intensivstationtherapie mit künstlicher Beatmung notwendig machen. Man rechnet auch im Aargau mit diesen Fällen. Falls eine Patientenverfügung vorhanden ist, die besagt, dass keine Hospitalisation gewünscht wird, z.B. bei einer betagten Person, dann kann die Betreuung in der aktuellen Wohnsituation weitergeführt werden, das bedeutet z.B., dass jemand im Altersheim an einer solchen Lungenentzündung sterben könnte resp. dürfte.

 

Die Corona Testung werde ich gemäss neuestem Stand nur bei Patienten vornehmen, die wirklich krank sind und in die Praxis kommen müssen. Es geht auch um die Entscheidung, ist eine Hospitalisation notwendig oder nicht. Zudem sind Mitarbeiter im Gesundheitsbereich, z.B. Pflegefachleute bei Krankheitssymptomen zu testen. Diese sollten ihren Tätigkeiten bei Patientenkontakten nicht nachgehen, ich denke dabei an unsere Alters- und Pflegeheime, wo sich eben die besonders gefährdeten Menschen befinden. Sie dürfen erst wieder an den Arbeitsplatz zurück, wenn sie 48 Std. symptomfrei sind, dann sind sie Covid 19 immun.

 

Und Sie, resp. wir halten uns akribisch an die Hygienevorschriften, Distanz halten, kein Händeschütteln, Hände gründlich waschen, Niessen und Husten in ein Taschentuch oder die Ellenbeuge, Desinfektion der Hände und bei uns auch der Türklinken und Oberflächen. Das nicht Hände-Schütteln musste ich mir richtig eintrichtern, denn es war für mich für die Herstellung eines zugewandten, freundlichen Erstkontaktes bei einer Konsultation der wichtige Einstieg ins Gespräch.

 

Und noch zuletzt nicht vergessen, an der Luft hat das Virus keine lange Überlebenszeit und UV-Licht mag es nicht, also trotzdem rausgehen, wenn man nicht krank ist. Ich schreibe diesen Bericht an einem wunderschönen frühlingshaften Sonntag im viel zu warmen März. Draussen scheint die Sonne und die Osterglocken im Garten blühen mit ihren Gelbtönen, dass es eine Freude ist. Nehmen Sie achtsam dieses wunderbare Frühlingserwachen wahr.

Meinen Mitarbeiterinnen gehört an dieser Stelle ein sehr herzliches Dankeschön.

 

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Patienteninformation März 2020

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

Meine Praxistätigkeit erstreckt sich schon über mehr als 30 Jahre. So habe ich die Berichte in den Medien über die Schliessungen der offenen Drogenszene vor 30 Jahren am Platzspitz und vor 25 Jahren am Bahnhof Letten in Zürich gelesen. Ich hatte den Bahnhof Letten auch persönlich besucht, das dort angetroffene Elend hat mich beeindruckt und hilflos gemacht.

Erinnerungen an viele Begegnungen mit Patienten aus diesen Jahren sind plötzlich wieder allgegenwärtig geworden. Einige von den damaligen hauptsächlich heroinabhängigen Menschen leben noch heute, z.T. sind sie noch in einem Methadonprogramm. HIV-Infektionen gab es auch, daran sind damals die Menschen auch verstorben. Hepatitis C wird heute bei diesen ehemaligen Drogenkonsumenten gesucht und festgestellt. Ich betreue auch Menschen, die sich sogar mittlerweile wegen einer Hepatitis C, der aufgetretenen Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom mit einer Lebertransplantation behandeln lassen mussten. Einige dieser damals jungen Patienten sind verstorben meist an einer Überdosis oder Folgekrankheiten, auch Suizide aus dieser schwierigen Lebenssituation heraus sind aufgetreten.

Damals kam ich auch in Kontakt mit den Mitarbeitern der Suchtpräventionsstelle, mit dieser arbeite ich bis heute eng zusammen. Vom damaligen Standort am Sandweg in Lenzburg, sind diese jetzt ins ehemalige Hero-Areal in Lenzburg gezogen (Suchtberatung ags Lenzburg, Niederlenzer Kirchweg 3, 5600 Lenzburg Tel. 062 891 44 05). Heute ist das Heroin nicht mehr Hauptthema, sondern es sind andere Drogen, vor allem Alkohol oder auch Spielsucht ein Thema. Die Anlaufstelle weist ein sehr niederschwelliges Angebot aus und wird von der öffentlichen Hand bezahlt. Betroffene und Angehörige können sich selber dort melden. Falls ich in der Praxis mit einem Suchtproblem konfrontiert werde, dann verweise ich häufig Leute an diese Stelle und bin für diese Zusammenarbeit sehr dankbar. Es braucht manchmal viel Geduld und Empathie bis man eine stabile Situation erreichen kann. Mir sind in dieser Zeit Menschen begegnet, die sehr sensibel und differenziert sind, schwierige Lebensgeschichten haben und sich, um den Alltag zu bewältigen Drogen beschafft haben. Verzweifelte Angehörige sind in die Praxis gekommen und mir wurde immer wieder bewusst, dass zwischen Wollen und Können Welten liegen. Die Krankheit bestimmt das Leben dieser Menschen und erst, wenn durch die Umstände, ihr eigener Wille zum Loskommen so gross geworden ist, dann gelingt der Ausstieg. Ich habe das Buch Platzspitzbaby gelesen und mir den jetzt kürzlich erschienenen Film angeschaut. Betroffen war ich vor allem durch die Schilderung der Rollen der Behörden, der Polizei und der Ärzte. Wir sind alle schlecht weggekommen und ich sehe mich noch bei den damaligen Sitzungen auch mit den sozialen Institutionen. Wir waren oft hilflos und hatten keine Möglichkeiten, gut Einfluss zu nehmen. Vielleicht schaut man mit der heutigen KESB wirklich schneller hin, weil sich ja jeder dort melden kann, wenn ihm etwas auffällt und dann muss eine Abklärung der Situation erfolgen. Ich erlebe auch heute Situationen, wo Kinder in Umständen leben müssen, die man eigentlich ändern müsste, oft hat man keine Handhabe. Ich habe aber generell den Eindruck, dass schneller hingeschaut wird als früher und die Hemmschwelle zum Annehmen von Hilfe kleiner geworden ist.

Nun noch Erfreuliches. Ich habe die Vertiefungsarbeit unserer Lehrtochter, Céline Weyeneth, im dritten Jahr in der Hand gehalten. Sie hat ein Kochbuch gestaltet. Hier hat es saisonale Rezepte mit den entsprechenden Tipps und ist ansprechend aufgezogen. So eine Leistung freut mich. Frau Weyeneth wird sich schon bald der Herausforderung der Abschlussprüfung, heute QV stellen müssen. Unser Team versucht die Auszubildenden tatkräftig zu unterstützen. Frau Sabrina Hotz ist aktuell unsere Verantwortliche für die Lehrtöchter.

Und wir erleben das Frühlingserwachen, zwar früh, in diesem Jahr, wo es keinen richtigen Winter gegeben hat, aber trotzdem ist es doch schön, die Winterlinge, Krokusse und Schneeglöckchen zu sehen. Gestern sind mir auf dem Ausritt im Wald auch schon die ersten Märzenblümchen (Huflattich) am Wegrand begegnet. Halten Sie die Augen offen für diese beglückenden Augenblicke.

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher unserer Praxis

 

Die jetzige Patienteninformation erscheint etwas früher als geplant. Ich muss Ihnen leider mit grossem Bedauern mitteilen, dass meine langjährige Praxiskollegin Fr. Dr. med. Sandra Fussen, nicht mehr nach Othmarsingen zurückkehren wird. Nach dem Mutterschaftsurlaub wird sie am 1.2.20 in Zofingen, wo sie jetzt auch wohnhaft ist, in die Praxis von Dr. med. Peter Frösch einsteigen. Da der Arbeitsweg nach Othmarsingen lang und mühselig war, jetzt nochmals ein Baby auf die Welt kommen wird, kann ich das sehr gut begreifen. Für mich war der sehr kurze Arbeitsweg mit den kleinen Kindern stets ein grosser Vorteil. Fr. Dr. med. Fussen wurde in unserer Praxis sehr geschätzt. Viele Patienten waren froh, sie als Hausärztin hier zu haben. Ich freue mich auch, dass ich ehemalige Patienten jetzt wieder betreuen kann. Für mich bedeutet es aber auch, dass ich mich auf die Suche nach einer Praxispartnerin oder eines Praxispartners machen werde, mit dem Ziel, die Grundversorgerpraxis hier in Othmarsingen auch später dem Dorf erhalten zu können. So bin ich im Moment auch sehr froh, dass Herr med. prakt. Boris Gospodinov noch bei mir ist und mich unterstützt.

 

Auch von Seiten der MPA`s wird sich eine Veränderung ergeben. Frau Debora Knutti wird die Praxis verlassen. Sie ist jetzt auf der Suche nach einer neuen Stelle, sobald sie hier fündig ist, macht sie sich auf zu neuen Ufern. Ich finde es sehr wichtig, dass die jungen Frauen auch noch andere Praxisformen kennen lernen. Mit diesem interessanten, abwechslungsreichen Beruf haben sie viele Möglichkeiten.

 

Ich möchte Sie auch nochmals auf das Hausarztmodell und seine Bedeutung aufmerksam machen. Es gibt Krankenkassen, die das offizielle Hausarztmodell anbieten. Für Sie als so Versicherte bedeutet das, dass sie dem gewählten Hausarzt ihr Vertrauen als medizinischer Berater schenken und diesen um Rat fragen, wenn eine spezialärztliche Behandlung ansteht. Ist sie notwendig und wenn, wo. Dafür sehe ich mich als Hausärztin zuständig. Diese spezialärztlichen Überweisungen muss ich den Kassen melden, das geschieht elektronisch. Diese Krankenkassen verpflichten sich, pro Patient eine Vergütung zu bezahlen, die der Hausärzteverein für Fortbildungen, Qualitätszirkel etc. einsetzt. Der Hausärzteverein HVLSW (Hausärzteverein Lenzburg, Seetal, Wynental) ist mittlerweile schon 22 Jahre alt. Die Statistik hat auch gezeigt, dass Versicherte im Hausarztmodell deutlich günstiger behandelt werden als nicht im Hausarztmodell Versicherte. Es gibt aber auch Kassen, die bieten ein Listenmodell an, solche Kassen verpflichten sich zu gar nichts gegenüber uns Ärzten. Wir wissen oft gar nicht, wer so versichert ist und merken es erst, wenn jemand einen speziellen Brief an die Kasse braucht, damit diese den Spezialisten auch bezahlen, auch wenn es über mich gelaufen ist. Also prüfen Sie gut, wie und wo sie versichert sind und rufen sie uns an, bevor sie eine Spezialuntersuchung auf eigene Faust in Anspruch nehmen. Ich kann im Nachhinein hier keine Kostengutsprache machen, da ich ja auch nichts dazu zu sagen hatte. Vorteil für Sie ist, dass die Krankenkassenprämie tiefer ist, wenn man das Hausarztmodell in der Krankenversicherung gewählt hat. Es soll Sie aber nicht nur die tiefere Prämie locken sondern auch Ihr Hausarzt, der versucht, Sie nach bestem Wissen und Ihrer aktuellen Lebens- und Krankheitssituation entsprechend optimal zu beraten.

 

Nun weise ich sie noch darauf hin, dass ich im September nochmals eine Woche Ferien machen werde. Vom 14.9. – 22.9.19 sind wir eine Woche im Jura. Darauf freue ich mich sehr. Es werden nochmals Familienferien mit unseren Töchtern und den beiden Pferden werden. Dr. med. Marco Studer unser Kardiologe wird am Mittwoch und Freitag arbeiten.

 

 

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Angehörige, Begleitpersonen und andere Besucher

 

Der Sommer ist definitiv da, hochsommerliche Temperaturen haben wir bereits geniessen dürfen und sehr viel schönes Wetter. Niederschläge hat es bis jetzt auch immer wieder gegeben, was den Garten freut und mich auch. Die Vegetation ist üppig. Auch in unserem kleinen Gemüsegarten konnten schon Salate geerntet werden und so nebenbei wächst noch Kresse und Rucola. Vieles kann einfach so gepflückt werden. Kurze Ferien haben uns, dem Wetter folgend nach Frankreich geführt. Wir sind durch die Provence gefahren, haben die Lavendelfelder bewundert. Rund um Cavaillon entdeckten wir Spargeln und Melonen. Dieses Gebet ist fruchtbar, muss aber bewässert werden. Diesen Dienst übernimmt der Fluss Durance, der in einem ausgeklügelten Kanalsystem aus dem Gebirge Richtung Mittelmeer geleitet wird.

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass Frau Dr. Fussen ihren Mutterschaftsurlaub ab1.7.19 antritt. Wir wünschen Fr. Dr. Fussen für die letzten Schwangerschaftswochen, die Geburt und die kommenden Monate alles Gute.

Unser Praxisassistenzarzt, med. prakt. Boris Gospodinov und ich werden die Praxis in dieser Zeit weiterführen. Herr Gospodinov hat sich sehr gut eingelebt und kennt schon einige Patienten. Für mich ist es immer wieder spannend, die jungen Leute am Werk zu erleben, es ist eine Bereicherung. Auch Sie warten mit Tipps auf und ich lerne immer gerne Neues. Mit der Digitalisierung kommen diese einfach spielend zurecht und helfen mir auch auf die Sprünge, ich denke da so an die You Tube Filmli etc.

Ich weise Sie nochmals darauf hin, dass wir angewiesen sind, dass Sie neue Angaben zu Ihrer Person, Adresse, Telefon Nr., Versicherung unbedingt melden sollten, Sie können das auf verschiedenen Kanälen tun, Telefon, Mail direkt am Empfang. Wir sind auf diese Daten angewiesen. Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass z.B. Telefon Nr. nichts mehr aktuell ist, dann können wir Sie auch nicht erreichen für ein neues Aufgebot oder eine Mitteilung.

Eine Bemerkung noch zur Samstagssprechstunde. Es gibt beliebte Termine in der Praxis, diese sind z.B. am Morgen in der Früh und auch am Samstag. Bedenken Sie, dass die Termine zwischen 7-8 Uhr morgens besonders wichtig sind. Wenn jemand den Termin dann nicht einhält, stehe ich Däumchen drehend da. Das ist nervenaufreibend, auch wenn Sie verspätet kommen. Am letzten Samstag wurden wieder locker ohne Benachrichtigung von 6 Patienten Termine verpasst. Das sind eigentlich 1 ½ Arbeitsstunden. Um diese Problematik wissend, wird die Agenda hier grosszügig doppelt geführt. Wie die meisten wissen, und auch schon erfahren haben, ist das Zeitmanagement unsere grösste tägliche Herausforderung. Aus diesem Grunde sind wir übereingekommen, dass wir für verpasste Termine 20-40.—Fr. in Rechnung stellen werden.

Vor kurzem war ich an einer Fortbildung bezüglich Fahreignung, die ja neu erst ab 75 Jahren regelmässig vom Strassenverkehrsamt angeordnet werden. Wir führen diese Untersuchungen seit Jahren in der Praxis durch. Die Betroffenen bekommen eine Aufforderung. Die Untersuchung beinhaltet verschiedene Teile, immer einen Sehtest, der oft auch durch einen Augenarzt vorher erfolgt, wir sind froh, wenn wir das wissen und Sie diesen ggf. sogar direkt mitbringen. Visus und Gesichtsfeld sollten vermerkt sein. Dann gibt es eine körperliche Beurteilung. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den Bewegungsabläufen, dem Gleichgewicht, der Herz-Lungensituation und der Koordination. Zudem werden verschiedene Tests bezüglich der Gedächtnisleistung durchgeführt. Ab 80 Jahren immer vollständig. Diese Untersuchung wird von den MPA`s vorgenommen und anschliessend mit Ihnen besprochen. Wir beurteilen sie als fahrgeeignet oder eben nicht. Grenzfälle werden dem STVA gemeldet und es gibt eine anschliessende weitere Untersuchung oder eine praktische Fahrprüfung mit einem Experten. In Ihrer Verantwortung steht die Fahrfähigkeit, dass bedeutet Tagesform abhängig, bin ich heute fit genug ein Fahrzeug zu steuern. Für diese Untersuchung werden von uns je nach Aufwand 120.- 200.- Fr verlangt und in Rechnung gestellt.

Nun wünsche ich Ihnen einen tollen Sommer, vielleicht mit einem Bad im See und trotzdem genügend Regen für die Natur. Die Praxis bleibt ferienhalber am 20.7. – 4.8.19 für 2 Wochen geschlossen.

Ihr Frau Dr. med. Claudia Zuber-Bürgisser

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und Besucher unserer Praxis

Schon ist das neue Jahr einige Tage alt. Ich hoffe, dass es Ihnen viel Freude und wertvolle Begegnungen bringt. Was das Schicksal uns auferlegt, dass wissen wir nicht. Das was wir irgendwie beeinflussen können, möge allen gut gelingen.

Die Zeit rinnt sehr schnell vorbei, mir aber ist zwischen Weihnachten und dem Jahresbeginn im Unterland unter dem Hochnebel die Zeit doch plötzlich langsam vorgekommen. Ich habe, nachdem die Familie verreist war, alleine in Othmarsingen gearbeitet und die Nachmittage für einen Ausritt benutzt. Dabei konnte ich sehr gut nachdenken. So viele Lebensgeschichten sind an mir vorbei gezogen, sodass ich wirklich dazu kam, immer wieder mal inne zu halten und kurz Ereignisse von 2018 vor dem inneren Auge nochmals vorbeiziehen zu lassen. Ein Spaziergang hatte mich auf den Friedhof in Othmarsingen geführt, dabei sind mir die Gesichter der Verstorbenen nochmals begegnet. Und so kam ich zum Gefühl, dass die Zeit doch nochmals kurz angehalten wurde.

Und dann bin ich ins Berner Oberland gereist. Hier oben hatte es Schnee, zwar nicht haufenweise und viel Sonne, so wurde ich zu neuen Taten geradezu eingeladen. Und ich wünsche Ihnen auch viel Schwung, die bevorstehenden Aufgaben zu bewältigen.
Die Silvesternacht mit dem Glockenschlag und viel Feuerwerk hat die guten Vorsätze aufleben lassen und vielleicht gelingt ja der eine oder andere wirklich. Dranbleiben, heisst hier die Devise.

Für uns in der Praxis bedeutet der Jahreswechsel auch, dass wir aufräumen müssen. Unsere Lehrtöchter haben die Praxis wieder auf Vordermann gebracht. Ich muss neue Ordner anlegen, Aufschrift 2019. Es bedeutet auch, dass einige von Ihnen evt. die Krankenkasse gewechselt haben. Bitte denken Sie daran, dies auch am Empfang zu melden. Es ist auch mit ein Grunde, dass unsere MPA`s immer wieder nach der Krankenkassenkarte fragen. Ebenfalls wichtig sind Adressänderungen, sowie neue Telefonnummern oder Mail-Adressen. Wir versuchen aktuell zu bleiben.

Meine Mitarbeiterinnen hatten die Möglichkeit ein paar Freitage einzuziehen, weil eben der Praxisbetrieb nur reduziert aufrecht erhalten wurde. Zusammen mit den Lehrtöchtern und einer MPA versuchten wir die Notfälle zu versorgen und die Patienten entsprechend zu beraten. Frau Tamira Gloor, im dritten Lehrjahr übernahm die Verantwortung. Sehr gut hat sie diese Aufgabe gemeistert. Mich freut es jeweils ganz besonders, wenn ich hier merke, dass die Ausbildung sitzt und auch praktische Erfahrung vorhanden ist. Frau Céline Weyenet organisierte die Sprechstunde und Frau Ronja Sommer sorgte für eine saubere und aufgeräumte Praxis. Ganz froh war ich aber auch, dass unsere Frau Mina Davorovic neben der Praxisreinigung für mich kochte und den Haushalt führte. Sie ist jetzt schon bereits 12 Jahre bei uns und gehört auch zum Praxis- und Familienteam. Ohne all diese wertvollen Mitarbeiterinnen geht es nicht. Ich nütze die Gelegenheit auch Ihnen für die geleistete Arbeit zu danken.

Also und nun nehmen wir alle das 2019 in Angriff, versuchen unser Bestes zu geben und aus Fehlern zu lernen. Ich freue mich auf die Gespräche mit Ihnen und hoffe, dass es mir gelingt, sie umfassend und persönlich zu beraten und zu begleiten.

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Liebe Patientinnen, Patienten, liebe Begleitpersonen und Besucher

Die warmen Oktobertage sind endgültig vorbei. Heute sind bereits die ersten Schneeflocken bis ins Unterland getanzt. So lange wie dieses Jahr konnten wir noch gar nie draussen essen. Jetzt aber mussten die Kakteen versorgt und die Gartentische eingewintert werden. Die letzte Vollmondnacht war ganz klar und beim nächtlichen Ritt hat das Herbstlaub unter den Pferdehufen geraschelt. Tagsüber freue ich mich beim Blick nach draussen an den vielen farbigen Blättern, die beim Sonnenlicht so schön bunt leuchten. Einzelne unserer Ahornbäume färben sich auch rot und erinnern an den berühmten Indian Sommer. Ganz dankbar war ich, als endlich der erhoffte den Regen fiel, um unseren stark ausgetrockneten Boden zu befeuchten.
In der Praxis haben sich schon die ersten Patienten mit Infekten der oberen Luftwege eingefunden. Ich erinnere Sie daran, dass kleinere Infektionen auch selber behandelt werden können. Dämpfe, Honigmilch, Grippemittel, die selber in der Apotheke oder Drogerie gekauft werden können, helfen dabei. Es braucht immer etwas Geduld, so dauert es mit oder ohne Behandlung 4-7 Tage. Im Allgemeinen dürfen auch die Arbeitstätigen drei Tage zu Hause bleiben, bevor es ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis braucht. Falls wir die Patienten kennen, stellen wir manchmal so ein Kurzzeugnis auch ohne Vorstellung in der Arztpraxis aus. Sie sind aufgefordert, sich in diesem Fall in der Praxis zu melden, telefonisch oder auch per Mail praxis.zuber@hin.ch.

Es ist der Zeitpunkt , wo wir unseren Patienten oft zur Grippeimpfung raten. Nationaler Grippeimpftag 9.11.18. An diesem Tag können Sie unangemeldet in die Praxis kommen, die Impfung wird von der MPA durchgeführt. Kostenpunkt 30.—Fr. Besonders empfohlen ist die Grippeimpfung den Senioren, den chronisch Kranken, den schwangeren Frauen und allen, die im medizinischen-pflegerischen Berufen arbeiten. Es geht nicht nur um den Selbstschutz, es geht auch um den Schutz der Umgebung, z.B. im Pflegeheim. Diese Institutionen bieten diese Impfungen den Mitarbeitenden häufig gratis an oder bezahlen diese, falls sie beim Hausarzt durchgeführt werden. Fragen sie doch ihren Arbeitgeber, falls es unklar ist. Bei einer richtigen Grippe, hohes Fieber, Glieder und Kopfschmerzen, oft auch Erkältungszeichen oder Magen-Darm-Beschwerden, muss man mit einer Krankheitsdauer von 4-7 Tagen rechnen.

Bezüglich Impfungen weise ich Sie auch noch darauf hin, dass die Zeckenimpfungen in der kühleren Jahreszeit problemlos durchgeführt werden können. Dieses Jahr hat es auch im Aargau unerwartet viele Frühsommer-Zeckenerkrankungen gegeben. Auch ich hatte im Bekanntenkreis 2 schwere Fälle erlebt und war froh, selber geimpft zu sein. Impfstoff ist genügend verfügbar. Um einen genügenden Schutz zu erhalten braucht es 3 Impfungen zum Zeitpunkt 0, 1.Mt. und 9-12 Monate. Zu erwähnen bleibt, dass der Impfschutz nach 2 Impfungen für die nächste Zeckensaison fast 100% beträgt. Also fragen Sie uns unverbindlich um Rat oder schauen in Ihren Impfausweis, ob ggf. eine Nachimpfung, 10 Jahre nach der letzten FSME Impfung notwendig ist. Oben habe ich erwähnt, dass die FSME Impfung aktuell verfügbar ist. Das ist nicht mehr selbstverständlich. Was in früheren Jahren eigentlich nie der Fall war, ist heute Realität. Unter dem Kostendruck überall, auch in den Herstellerfirmen, werden manchmal nicht laufend Impfstoffe hergestellt und die Lageranteile klein gehalten. Plötzlich gibt es einen Engpass. Bis ein LOT Impfstoff wieder bereit ist dauert es mehrere Monate. Aktuell besteht ein solchen bei der Tollwutimpfung, die bei Reisen, speziell nach Asien bei einem längeren Aufenthalt ( > 3. Mt. ) oder beruflicher Exposition notwendig ist. Wir Ärzte wurden orientiert, dass wir angehalten sind, nur wirklich gezielt diese Impfung durchzuführen. Falls sie eine Reise in tropische Länder planen, denken Sie auch an den Impfschutz. Wir führen gerne Beratungen diesbezüglich durch. Es geht nicht immer nur um die Impfungen, wir können auch mit Ratschlägen bezüglich, hygienische Massnahmen, Sonnenschutz, Insektenstichen oder Safer Sex Tips geben. Entsprechende Broschüren stehen Ihnen zur Verfügung. In diesen Gesprächen weisen wir auch darauf hin, dass der häufigste Grund für medizinische Probleme im Ausland nicht die Krankheiten sind, sondern die Unfälle. Speziell Verkehrsunfälle. So sind z.B. Fahrten im Verkehr, sei es selber, z.B. mit dem beliebten Roller, oder auch Bus- und Taxisfahrten durch die lokalen Anbieter als risikoreich einzustufen. Informieren Sie sich also gut. Beachten Sie die z.T.chaotischen Verkehrsverhältnisse in fremden Grossstädten und die oft misslichen Strassenzustände im Ausland.

Etwas neuer sind auch die Impfungen bezüglich Gebärmutterhalskrebs für junge Männer zu erwähnen. Diese Impfung ist jetzt offiziell auch im Schweizer Impfplan aufgenommen und wird in den Schulen angeboten. Vor dem 16 Lebensjahr sind es wie bei der Hepatitisimpfungen 2 Impfungen im Abstand von 6 Mt., zum späteren Zeitpunkt, braucht es drei Impfungen 0,2,6 Monate. Diese Impfungen werden für junge Frauen und Männer bis zum 26 Lebensjahr von der Öffentlichkeit, resp. dem Kanton, sprich Steuergeldern von Ihnen, übernommen. Es entstehen also keine direkten Kostenfolgen für die Impfwilligen. Wir sprechen auch junge Menschen auf diese Möglichkeit an.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude an den tanzenden Blättern mit ihrer Farbenpracht und wenig Nebel.

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Liebe Patientinnen, Patienten, liebe Begleitpersonen und Besucher

Bei uns sind Sie immer noch als Patientinnen und Patienten willkommen. Irgendwie wehre ich mich dagegen, dass Sie plötzlich Kundinnen oder Kunden sein sollen. Manchmal kommen wir uns aber vor, wie wenn wir ein Gemischtwarenladen wären, was wir da so alles müssen und sollten. So sind Rezepte gewünscht für alle möglichen Sachen. Nach Möglichkeit werden diese heute direkt an die Apotheke gesendet, oft auch per Mail. Dies vorallem, wenn wir sie nicht direkt an Sie abgeben können. Daneben braucht es Physiotherapieverordnungen, Unterschriften für die Spitexbedarfsabklärung, für die Krankenkasse wegen Verbrauchsmaterial, Inkontinenzeinlagen, Wundverbände etc.. Dort hat sich auch eine Änderung ergeben, wie Sie evt. auch der Presse entnehmen konnten. Die Krankenkassen wollen z.T. nicht mehr für diese Artikel aufkommen, dagegen wehren sich sehr viele. Diese Kosten sollen nicht auf die PatientInnen abgewälzt werden und auch die Gemeinden wollen dafür nicht aufkommen, was auch verständlich ist. Das betrifft diejenigen, die im Pflegeheim wohnen.
Sie sollen unsere PatientInnen bleiben, wir versuchen Ihre Sorgen und Nöte zu ergründen und auch entsprechend Hilfe zu leisten. Daneben bilden wir uns auch fort. Gerade eben hat in der Praxis ein Infusionskurs stattgefunden. So sollten unsere MPA auch geübt sein, Infusionen zu legen, sei es für Medikamentenverabreichung, sei es in einer Notfallsituation.

In der Zwischenzeit ist Dimitri Ambühl als Wahlstudienjahrstudent bei uns eingetroffen. Er freut sich bei den verschiedenen Problemen mithelfen zu dürfen und wir versuchen ihm möglichst viel zu zeigen, damit er sich auch die Vielseitigkeit der hausärztlichen Praxis anschauen kann. Er kann einen Patienten befragen und erste Untersuchungen vornehmen. Er hat Freude an den Kindern, das merkt man, wenn er sich mit ihnen unterhält. Er ist jung und ist da noch nahe dran. Er kann auch profitieren, da sein Vater selber Kinderarzt war und er doch hie und da auch in diese Praxis hineinschauen durfte.

Im Moment sind auch verschiedene MPA Schnupperlehrlinge bei uns. Sie weilen jeweils 3 Tage da, arbeiten mit unseren bewährten MPA`s mit. Wir werden an der Klausurtagung im November entscheiden, wen wir in unserer Praxis einstellen möchten. Es ist immer eine Entscheidung im Team. Das Team hat auch gewünscht, dass wir weiterhin als Lehrpraxis für MPA tätig sein wollen, obwohl das immer zusätzlich Manpower braucht und vieles neu erklärt werden muss. Frau Sabrina Hotz hat die Ausbildung zur Lehrmeisterin absolviert und betreut jetzt Ronja Sommer im ersten Lehrjahr.

Viele Patienten sind sehr froh, dass der Herbst da ist. Viele ältere Menschen haben stark gelitten unter der lang andauernden Hitze und Trockenheit. Auch ich habe aufgeatmet, als es endlich wieder einmal zünftig geregnet hat. Als ich vor kurzem durch`s Emmental gereist bin, war ich erschüttert, wieviele Bäche gänzlich ausgetrocknet waren. Mein Mann und ich sind eine Septemberwoche durch`s Burgund gereist. Im Gebiet südlich von Dijon war die Weinlese schon in vollem Gange, das ist immer noch Handarbeit. Die Farben waren prächtig. Viele Schlösser und Klöster haben wir gesehen. Besonders angetan hatte es mir das Kloster von der Abbaye de la Fontenay. Diese Gebäude aus dem 11 Jahrhundert, gebaut auf einem Quellgebiet von Zisterziensermönchen ist ein Ort der Einkehr. Man könnte es auch als Kraftort bezeichnen. Aus der Schweiz angereist, waren wir auch sehr angetan von der Weite hier. Teilweise ist das Burgund wirklich sehr dünn besiedelt. Einmal sind wir sogar GPS geleitet so quasi ins Niemandsland gefahren. Pfeil auf dem GPS abseits von Strassen, da haben wir gelacht. Nicht zu verachten war auch das französische Essen und der Wein. Gerne liessen wir und vom Servicepersonal beraten und waren immer wieder begeistert von der Fachkenntnis und dem exquisiten Tropfen, der uns da serviert wurde. Und ehrlich gesagt, das Leben ist doch zu kurz um nur Wasser zu trinken.

Ihnen wünsche ich noch farbige Herbsttage und ein bisschen Altweibersommer

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Begleitpersonen und Besucher

Draussen ist es merklich kühler geworden, der Herbst zieht ins Land. Nach langer Trockenheit hat es endlich geregnet und sofort ist das Grün wieder zurückgekehrt. Im August konnten wir unser jährliches Personalfest im Rahmen einer Grillparty im Zuber`schen Garten feiern. Wir liessen uns von der Organisation Domino bewirten. Das Catering klappte wunderbar. Dessert wurde vom Team zubereitet und das Buffet war wiederum perfekt. Ein sehr schöner warmer Sommerabend erlaubte das Beisammensitzen im Garten.

Fortbildung ist in unserer Praxis immer wieder ein Thema. Ein Reanimationkurs mit dem ganzen Team füllte im Juli einen ganzen Donnerstagmorgen. Alle konnten an den bewährten Puppen Hand anlegen. Wir repetierten die Herzmassage und die Beatmung. Natürlich übten wir auch den Gebrauch des Defibrillators. Jetzt sind wir wieder à jour. Das Team von der Schule für Notfallmedizin aus Bülach instruierte uns. Wir hoffen natürlich immer, dass wir in der Praxis vor einem solchen Notfall bewahrt bleiben, aber geübt hätten wir. Ebenso mussten wir, vorgeschrieben vom BAG einen Röntgenrefresher-Kurs absolvieren. Dies passierte in unserer Praxis. Wir stellten fest, dass wir mit unserer topmodernen Röntgenanlage gut aufgestellt sind und unsere Bilder von ausgezeichneter Qualität sind. Jedenfalls erhielten wir das Zertifikat für die nächsten 5 Jahre.

Viele positive Rückmeldungen von unseren Patienten und anderen Besuchern erhalten wir für das neue Tenü. Als ich an der letzten Teamsitzung in die Runde schaute, hatte ich Freude am MPA Team mit den dunkelblauen Kasaks mit dem aufgestickten Namenszug. Die Grillparty benutzten wir auch, um neue Fotos für die Homepage zu schiessen. Herr Matthias Mahr, der Ehemann von Fr. Dr. med. Sandra Fussen, mit seiner Profi-Ausrüstung, lichtete uns ab. Jetzt sind wir mit aktuellen Bildern auf der Homepage:
www.gemeinschaftspraxis-othmarsingen.ch zu bewundern. Das Organigramm wurde mit den aktuellen Fotos bestückt. Dafür ist Frau Daniela Lüthy verantwortlich. Sie treffen sie als Kardiologie technische Assistentin jeweils im Untergeschoss an, wo sie für alle speziellen Langzeit-EKG Geräte, Blutdruckgeräte etc. verantwortlich ist. Sie erklärt den Patienten die Funktionsweise und rüstet sie damit aus. Nach der Rückgabe derselben werden die Daten von den beiden Kardiologen Herrn Prof. Dr. med. Michel Zuber und Herrn Dr. med. Marco Studer ausgewertet. Diese Daten werden entweder in der Spezialarztsprechstunde direkt besprochen oder gehen direkt an den zuweisenden Hausarzt.

An Sie alle hätte ich noch eine Bitte, melden Sie sich immer am Empfang an. Sie müssen evt. nochmals die Krankenkassenkarte zeigen, das ist keine Schikane, es gehört zum Betrieb. Immer wieder wechselt die Adresse oder die Krankenkasse. Wir können nicht alles voraussehen. Immer wieder arbeiten auch neue MPA`s bei uns, aktuell die neue Lehrtochter Ronja Sommer, das Team kann nicht immer alle Namen sofort wissen. Es ist zu Ihrem Vorteil, Sie werden registriert und sollten nicht im Wartezimmer vergessen werden. Bezüglich Wartezimmer noch eine Bitte, öffnen Sie die Fenster, wenn es stickig ist. Zwar steht jetzt ein Luftreiniger im Wartezimmer, aber trotzdem gibt es manchmal dicke Luft.

Im Oktober und November wird Herr Dimitri Ambühl als Wahlstudienjahr-Student bei uns weilen. Wir hatten ihn schon 1 Jahr als Tutoriatsstudent begleitet. Er kennt also unser Team bereits und wird sich auch an einige Patienten erinnern. So leisten wir einen Beitrag um junge angehende Ärzte für die Hausarztmedizin zu begeistern. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es die Hausärzte braucht, wir sehr viele Probleme unserer Patienten mit einfachen Massnahmen und Erklärungen selber lösen können. Eine neuere Studie sagt, dass in nur ca. 5% der Konsultationen eine Überweisung an einen Spezialisten oder ins Spital notwendig ist.

 

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser