Eigentlich hätte dieser Ausflug schon letztes Jahr anlässlich des 25-jährigen Jubiläums unserer Praxis stattfinden sollen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Also nahmen wir erneut einen Anlauf und wir entschieden uns für eine Rundfahrt auf dem Vierwaldstättersee mit allem drum und dran. Der Organisationsauftrag ging an Rita Häfeli, die gute Seele unserer Praxis. Sie machte sich dann auch sofort voller Elan an die Arbeit und buchte für den 25. September eine Rundfahrt auf dem Dampfschiff „StadtLuzern“.

Die «Stadt Luzern» ist das Flaggschiff der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees. Es ist ein Salon-Seitenraddampfer für zwei Klassen mit grossem Salonaufbau auf dem Oberdeck.

Die «Stadt Luzern», 1928 von den Gebr. Sachsenberg in Rosslau a/Elbe erbaut, ist das letzte für einen Schweizer See gebaute Dampfschiff.

Es ist 06.15 Uhr und mein Wecker reist mich etwas unsanft aus dem Schlaf. Schnell schauen, wie das Wetter ist!  Nun, erbauend sieht es leider nicht aus. Eine graue Wolkendecke überzieht den Himmel. Aber was nicht ist kann noch werden. Aber was anziehen?? Inzwischen regnet es leicht und ich entscheide mich für das Mehrschichten-prinzip. Schnell noch ein kleines Frühstück und schon kann’s losgehen. Der grössere Teil der Teilnehmenden trifft sich in Othmarsingen vor der Praxis. Frau Zanga und ich treffen uns in Lenzburg und stossen dort zu den Anderen, da wir den Zug via Rothrist nehmen und die „Othmarsinger“ in Lenzburg umsteigen müssen. Also fahre ich per Auto nach Lenzburg, parkiere es und mache noch einen Abstecher in den Kiosk. Langsam schlendere ich zum Perron. Ich schaue den ein- und aussteigenden Personen zu. Es ist ja so interessant, Menschen zu beobachten. Wo nur Frau Zanga bleibt? Langsam werde ich etwas nervös. Der Zug fährt in 5 Minuten und weit und breit keine Frau Zanga! Und auch die „Othmarsinger“ sind nirgends zu entdecken.Gott sei Dank gibt’s Natel! Schnell  rufe ich bei ihr an. „Wo besch du? De Zog fahrt iez de ab!“ Kurzer Moment Pause am Telefon. „Wo besch duu?“ kommt die Gegenfrage. „Jo am Bahnhof vor em Zog“, gebe ich zur Antwort. „Wie spoht esch es de iez?“, fragt sie mich. „08.33“, gebe ich zur Antwort. Wieder kurze Funkstille. „Jo, aber de Zog fahrt doch erscht enere Stond“ gibt sie zur Antwort. Nun lachen wir uns beide fast kaputt. Dieser Tag kann ja noch heiter werden! Also ab ins Bahnhofbuffet und einen Cappucino trinken gehen bis die Anderen kommen….

So, nun scheint alles zu klappen. Frau Zanga erscheint und die „Othmarsinger“ stossen nun auch noch dazu. Das Wetter ist immer noch sehr ungemütlich . Im Zug unterhalten wir uns über dies und das, kreuz und quer. In Rothrist müssen wir umsteigen. Um 10.25 Uhr kommen wir in Luzern an. Es regnet nun nicht mehr, aber kalt es es immer noch. Langsam schlendern wir zum Schiffssteg hinüber. Da das Dampfschiff erst um 11.12 Uhr ablegen wird, trinken wir noch etwas Heisses vor dem Luz Seebistro, da es drinnen keinen Platz hat. So etwas Warmes tut nun wirklich gut. Frau Davorovic, die gute Seele vom Haushalt, macht ein Foto nach dem anderen. Die Berge, die Schiffe, die Schwäne und Ente, die Leute, einfach alles was ihr vor die Linse kommt. Herrlich! Sie war schon lange nicht mehr am Vierwaldstättersee und geniesst den Ausflug in vollen Zügen. Schön, dass zu sehen. Wir geniessen es natürlich auch, aber sie saugt alles förmlich in sich hinein.

Nun ist es Zeit, das Schiff zu „entern“. Das Dampfschiff „Stadt Luzern“ ist ein schönes, altes, stattliches Schiff. Wir dürfen im Oberdeck in der 1. Klasse Platz nehmen. Zwei lange Tische sind für uns reserviert. Mit bester Aussicht geht’s nun los. Da die „Stadt Luzern“ kein Luftkissenboot ist, kann man sich ja vorstellen, dass man die archaisch Kraft der Schaufelräder unter dem Hintern zu spüren bekommt. Es wird uns zum guten Essen also auch noch eine „Fudimassage“ geboten! Super! Dieses leicht ratternde Geräusch lässt manche von uns nostalgisch werden. Wir gehen zurück in die Zeit vor uns, aber auch in die Zeit unserer Kindheit. So ein Ausflug bringt uns immer auch etwas näher, da wir die guten, intensiven Gespräche in der Praxis nicht führen können. Man erfährt immer wieder Dinge von seinem Gegenüber, welche man oft nicht vermutet hätte.

1. Halt: Verkehrshaus Luzern
Keine besonderen Vorkommnisse

2. Halt: ca. 12.00 h Park Hotel Vitznau
Wir schauen den ein- und aussteigenden Passagieren zu. Im Schiff wird uns ein feiner Salatteller serviert. Ruhe kehrt ein an den Tischen. Es schmeckt allen. Wir sind übrigens 13 Frauen und ein Mann. Hahn im Korb ist unser Allrounder Herr Bucher. Aber keine Angst, wir „gackern“ ihn nicht von Bord. Interessiert hört er mal da, mal dort zu und auch er scheint es zu geniessen.

3. Halt Beckenried
Hier berieten sich 1415 die Gesandten der verbündeten Orte der Innerschweiz vor der Eroberung des Aargaus! Seit ca. 1850 erster Tourismusort im Kanton Nidwalden. 1933 Bau der Klewenalpbahn.
Auch hier steigen wieder Passagiere aus aller Herren Länder ein. Der Vierwaldstättersee ist eben ein Touristenmagnet.
Der Salat hat inzwischen seinen Weg Richtung Darm eingeschlagen. Die Hauptspeise wartet auf ihren Verzehr. Es schmeckt ausgezeichnet. Das Wetter will noch immer nicht so recht. Deshalb geniessen wir das Essen umsomehr. Die Leute an den Tischen rund um uns herum wechseln ab und zu und  so gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Zum Beispiel das Augenbrauenpeercing der Serviertochter. Da entbrennt eine regelrechte Diskussion über Peercings an unserem Tisch. Eher ja, eher nein, wo wenn überhaupt und was. Grosses Gespräch über kleines Ding.

4. Halt Gersau
Gersau war einst kleinste Republik der Eidgenossenschaft  und Europa. Hatte ein eigenes Hof- und Eherecht, eigenes Gericht und eine eigene Landsgemeinde.

5. Halt: Ca. 13.00 h Treib-Seelisberg
Die Treib-Seelisbergbahn wurde 1916 in Betrieb genommen.

6. Halt: Rütli
1291 Rütlischwur, Gründung der alten Eidgenossenschaft der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden.
Wir fahren am Teufelsmünster vorbei. Hierzu findet man im Internet eine Sage.

7. Halt: Sisikon
Zu Sisikon gehört auch die Tellsplatte. Berühmt geworden durch Wilhelm Tell unseren Nationalhelden, welcher dort bei einem Föhnsturm aus dem Boot des Tyrannen Gesslers  gesprungen ist.

8. Halt: Flüelen
das südliche Ende des Vierwaldstättersees.
Es ist nun 14.10 h.Die Sonne kämpft sich stetig durch die Wolkendecke. Das Glacedessert verlangt nach Wärme! Und siehe da, die Sonne strahlt am Himmel!. Schnell auf’s Aussendeck! Wir lassen die Landschaft an uns vorbeiziehen, sprechen über die Häuser am Ufer, Ferienreisen oder sind ganz einfach still und lassen unsere Gedanken treiben. Um ca. 16.30 h  läuft das Schiff wieder in Luzern einEs bleibt noch etwas Zeit bis der Zug uns nach Hause bringt. Also macht jeder was ihm gerade gefällt. Die Sonne geniessen oder noch etwas einkaufen für die Daheimgebliebenen. Frau Zuber bleibt noch in Luzern. Also verabschieden wir uns von ihr und danken ihr nochmals herzlich für diesen schönen Tag.

Etwas müde sitzen wir nun im Zug und lassen den Tag noch einmal Revue passieren. Eigentlich sollte jedes Jahr ein Jubiläum sein….

Anschrift
Ärztezentrum Othmarsingen AG
Bahnhofstrasse 8
5504 Othmarsingen
Telefon: 062 889 02 33
Fax: 062 889 02 35
E-Mail: praxis.zuber@hin.ch

Öffnungszeiten
Montag – Freitag:
07:15 – 12:00 / 14:00 – 17:30
Donnerstag: geschlossen
Samstag: 08:00 – 12:00 (1-2 pro Monat)

Telefonzeiten Praxis
Montag – Mittwoch und Freitag:
7:30 – 12:00 Uhr und
14:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag und Samstag
8:00 – 12:00 Uhr

© Ärztezentrum Othmarsingen AGImpressum und Datenschutz – realisiert durch spruchreif.ch