Liebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Angehörige und Besucher
Die Sommerferien sind vorbei, die Autoschlangen am Gotthard sind sichtlich kürzer geworden. Auch die Tage sind wieder kürzer, was man bereits am Morgen bemerkt, wenn es um 6.00 noch dämmerig und nicht mehr hell ist. Die Sommerhitze scheint definitiv vorbei zu sein. Es war ein toller Sommer, man sehnte sich nach einen Bad im See und freute sich, wenn endlich ein Regenguss wieder für grünere Wiesen und Rasenflächen sorgte.

Unsere Praxis wurde in den Sommerferien wie jedes Jahr durch ein Reinigungsunternehmen gründlich geputzt, sodass wir mit Sommerfrische alle ausgeruht wieder in den Arbeitsalltag starten konnten.

Diese Wochen sind für uns geprägt durch die bevorstehende Abstimmung vom 22.9.13. Für uns Ärzte stehen zwei Initiativen zur Abstimmung bereit. Diese geben zu grossen Diskussionen Anlass.

Der Aargauische Ärzteverband hat die Initiative Wahlfreiheit für die Medikamentenabgabe lanciert. Wir Ärzte setzen uns für diese Initiative mit einem Ja ein, weil es Ihnen als Patienten ermöglichen könnte, die Medikamente direkt beim Arzt zu beziehen. Das bestehende Gesetz verbietet das im Moment ausser bei Notfällen.In fast allen Deutschschweizerkantonen ( ausser AG und BS ) dürfen die Ärzte eine Apotheke führen. Natürlich ist das auch eine Einnahmequelle, bedeutet für den Kanton Aargau, dass er für junge Ärzte die hier einer Praxistätigkeit nachgehen möchten weniger attraktiv ist als die Nachbarkantone. Ein Ja ist auch ein Mittel gegen den bevorstehenden Hausärztemangel im Kanton Aargau.

Im Gegenzug hat der Apothekerverband die Initiative Miteinander statt gegeneinander gestartet. Ein sympathischer Name mit dem Ziel einer Verfassungsänderung, welche wir keinen Fall befürworten können. Es meisselt so das Monopol der Apotheken in Stein. Aus diesem Grunde lehnen wir Ärzte diese Initiative vehement ab.

Die Ärzte des Bezirks Lenzburg stellen am 30.8. und am 6.9. in der Innenstadt Lenzburg einen Stand auf, um vor Ort weitere Informationen abzugeben und Werbung für die Initiative Wahlfreiheit zur Medikamentenabgabe zu machen.

Setzen sie sich mit der bevorstehenden Abstimmung auseinander, machen Sie sich Gedanken und legen Sie ihre Stimme ein. Ich hoffe, dass es ein Ja zur Wahlfreiheit des Medikamentenbezugs  und ein Nein zum Miteinander statt gegeneinander ergibt.

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber