Patienteninformation September 2020

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

 

An den fallenden Blättern und der klaren Sicht in die Berge zeigt sich der Herbst. Noch immer erleben wir warme Tage aber abends braucht es jetzt den Pullover. Wie Sie ja in der letzten Patienteninformation gelesen haben, ist mein Mann, Herr Prof. Dr. med. Michel Zuber, an einer Tumorkrankheit erkrankt und unterzieht sich aktuell einer Chemotherapie. Bereits hat er den dritten Zyklus hinter sich. Wir sind glücklich darüber, dass die allgemein erwarteten Nebenwirkungen, vor allem die Übelkeit sehr gering sind. Natürlich ist er oft müde und die Blutzellen müssen sehr oft kontrolliert werden. Wenn er nicht im Spital ist, dann freuen wir uns an gemeinsamen Spaziergängen. Die frische Luft tut gut, das Tempo muss aktuell dem Allgemeinzustand angepasst werden. Noch steht ein weiterer Zyklus bevor, dann ist eine Standortbestimmung vorgesehen und wir hoffen natürlich, dass der Tumor auf die Therapie angesprochen hat. Es bedeutet aber auch, dass sich mein Mann total aus der Praxis zurückgezogen hat, mit dem geschwächten Immunsystem meidet er die persönlichen Kontakte zu den Patienten und zum Personal.

 

Wir befinden uns ja immer noch in der Pandemie. Die Frage nach Corona beschäftigt uns jeden Tag. Mittlerweile habe ich wegen Erkältungssymptomen auch einen Abstrich hinter mir, der glücklicherweise negativ ausgefallen ist. Die kühlere Jahreszeit bringt jetzt die Erkältungen mit sich. Da alle aktuell angewiesen sind, sich bei Erkältungszeichen beim Arzt zu melden, werden bei uns in der Praxis auch viele Tests durchgeführt. Es bedingt einen Nasen-Rachenabstrich. Nach wie vor befragen wir die Patienten in der Praxis drin und nehmen den Abstrich, ausgerüstet mit einer speziellen Schürze, Schutzbrille und Handschuhen in der Garage vor. Das Resultat ist meistens innerhalb von 24 Std. da, dann werden die Patienten direkt von mir telefonisch benachrichtigt. Ich staune jeweils, wie häufig ich die Combox antreffe, obwohl ich mein Tel. angekündigt hatte. Es werden gesamtschweizerisch sehr viele Abstriche vorgenommen und aktuell sind etwa 3 % davon positiv, d. h. also bei 10000 Abstrichen, ca. 300. Die betroffenen Patienten sind oft in gutem Allgemeinzustand. Aktuell müssen sie aber 10 Tage in die Isolation und die Mitbewohner, resp. ebenfalls Corona gefährdete in die 10-tägige Quarantäne. Dieses Virus wird uns noch weiterhin beschäftigen. Ich erwarte auch, dass die Nachfrage nach der Grippeimpfung in diesem Jahr höher sein wird als sonst. Wir haben vorsorglicher Weise also einige Dosen mehr bestellt. Die Grippeimpfung wird im Normalfall Ende Okt. bis Ende Nov. vorgenommen. Sie kann auch von meinen Mitarbeiterinnen zu einem Kostenpunkt von 30.—Fr. ohne Arztkonsultation durchgeführt werden.

 

Zwischenzeitlich hat Herr Dr. med. Andreas Indermühle seine Arbeit als Kardiologe aufgenommen und sich schon mit den Gegebenheiten unserer Praxis vertraut gemacht. Wir sind sehr froh, dass er dem Spital entronnen ist nun in Othmarsingen kardiologisch tätig ist.  Herr Dr. Indermühle kommt aus dem Spital, wo er auch invasiv tätig war. Das heißt, dass er auch Herzkatheteruntersuchungen, Interventionen wie Stentimplantation und auch Schrittmacherapplikationen selber vorgenommen hat. Im Moment laufen noch Abklärungen, ob er seine Patienten selber in einem der umliegenden Spitäler untersuchen und behandeln kann. Herr Dr. med. Marco Studer wird weiterhin am Mittwoch und Freitag hier in der Praxis arbeiten.

 

Ich habe Fr. Dr. med. Carine Brunner kennen gelernt. Sie arbeitet eigentlich im Kantonsspital in Baden und wurde mir zur Entlastung in die Praxis geschickt. Fr. Dr. med. Brunner hat ihre Wurzeln in Kamerun. Sie ist als Mädchen in die Schweiz gekommen und ist im Kanton Zug aufgewachsen. Sie hat schon sehr viel Praxiserfahrung. Aus familiären Gründen ist sie noch nicht im Besitz des Facharztdiploms, weil ihr noch ein Jahr Innere Medizin fehlt. Sie hat in diversen Praxen gearbeitet, hat auch gute gynäkologische Grundkenntnisse, was mir sehr entgegen kommt und mich wirklich entlastet.

Frau Daniela Zanga ist aus gesundheitlichen Gründen aktuell im Hintergrund 20% für Support aller Art für unsere Praxis verfügbar. Ich freue mich jeweils sehr, wenn sie, meistens am Donnerstag, persönlich in der Praxis anwesend ist. Meistens braucht es PC-Anpassungen. Die IT steht ja eben nicht still und es kommen ständig Neuerungen auf uns zu. Frau Zanga begleitet mich seit mehr als 30 Jahren.

 

Und nun wünsche ich Ihnen viele farbenprächtige Herbsttage und noch ein bisschen Wärme an der Hausmauer oder auch einem Bänkli am Weg.

 

Ihre Frau Dr. med. Claudia Zuber-Bürgisser